US-Sexshop Deal: Waffen gegen Dildos

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Da staunten die Bürger des US-Bundesstaates Alabama nicht schlecht, als in der Werbung plötzlich angeboten wurde, seine Handfeuerwaffe gegen einen Dildo eintauschen zu lassen. Drahtzieher dieses verruchten Angebots ist der Sexshop “Pleasures” in Huntsville. Die US-Bundesbürger (oder eher Bundesbürgerinnen) sollen ihre Waffen vorbei bringen und bekommen dafür ganz legal und ohne Verpflichtungen einen Dildo zugesprochen. Der Grund für diese dubiose Aktion lässt sich in der amerikanischen Gesetzgebung finden. Im Bundesstaat Alabama hat nämlich jeder Bürger das Recht auf eine Waffe, solange er frei von Vorstrafen ist. Dildos und andere Sexspielzeuge dürfen dagegen nur aus medizinischen Gründen öffentlich abgegeben werden. Was genau mit “medizinischen Gründen” gemeint ist, kann wohl nur sein Sex-Doktor erklären.

Da das “Tauschen” nicht eindeutig untersagt wurde, machte sich der Sexshop dies zu Nutze und bietet diesen irren Tauschhandel an. Ob und wie die amerikanische Bevölkerung darauf reagieren wird ist fraglich. Schon seit jeher besteht in Amerika dieser Kontrast zwischen Prüderie und Waffenbesitz. Ausschlaggebend dafür dürfte wohl der Gründungszeitraum der US-Staaten sein. Die ersten Siedler waren prüde Calvinisten, die streng nach dem alten Testament lebten. Dieser Grundgedanke hat sich fortgesetzt. Später mit der Bill of Rights gewährte man jedem Staatsbürger die Möglichkeit eine Waffe zu besitzen (um sich zum Beispiel vor Plünderern und Banditen zu verteidigen). Viele Amerikaner sehen die Dinge auch heute noch so und versuchen sich verbittert an die Vorgaben der Gründungsväter zu halten. Daher wird die Aktion Online-Shop voraussichtlich nur bei sehr verzweifelten Hausfrauen Anklang finden, die zudem auch noch Pazifisten sind.

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